Die erste Prunksitzung begeistert vor ausverkauftem Haus

Nach dem Einzug der Elferräte begrüßte Sitzungspräsident Michael Kiesel das närrische Publikum im voll besetzten Pfarrheimsaal von Mariä Geburt.Dann ging es auch schon los, die Jugendgarde marschierte ein und eigentlich sollte da auch das Prinzenpaar – Prinz Andreas I. und Prinzessin Susanne I. aus dem Hause Nuber, dabei sein, die fehlten aber.

Aber nicht lange, denn gleich zu Beginn legten die beiden mit einer fetzigen Rock-’n’-Roll-Tanzeinlage los und rissen den Saal mit.

Schwungvoll, selbstbewusst und bestens gelaunt präsentierten sie sich bei ihrer Proklamation als echtes Power-Duo. Denn die beiden wurden ihrem Motto gerecht „Der Nubär rockt, es wirbelt das Kleid – wir bringen euch Frohsinn zur Faschingszeit“

Nun konnte auch endlich die Jugend Garde ihren Marschtanz zeigen, den sie mit Bravour und Schmackes zeigten. Trainiert werden die 18 Mädels von Melanie Lach und Sandra Scheuermann. Eine Premiere gab es bei der protokollarischen Begrüßung: Julia Holder führte erstmals durch diesen Programmpunkt und stellte augenzwinkernd fest, dass die Elferräte über Weihnachten wohl ein paar „Plätzchen zu viel“ genossen hätten. Der Lacherfolg war ihr sicher. Dann folgte ein schwungvoller Gardetanz der Roten Garde, die von Carmen Schlereth und Maike Becker trainiert werden.

Schon kam die nächste Überraschung aus dem Hause Nuber und zwar mit Hannah Nuber. Mit ihrer ersten Bütt „Ein Einhorn im Fasching“, zeigte sie als Nachwuchsbüttenrednerin ihr Können und heimste tosenden Beifall ein. „Fasching ist schön, Fasching ist toll, Fasching ist einfach wundervoll.“ so ihre Devise. Nach einer Schunkelrunde mit dem Sitzungsmusiker Bruno Lanik, zeigte die Purzelgarde einen phänomenalen Schautanz „König der Löwen“ . Sage und Schreibe 27 Kinder zeigten ihr Können in bunten und tollen Kostüme, die alle von einem eigenen Nähteam geschaffen wurden. Bei so vielen Kindern braucht es auch die entsprechenden Trainerinnen, das sind: Isabel Wilhelm, Lena Becker, Anna Genheimer und Lilly Schneider. Ohne Zugabe ging da dann auch nichts.

Emotional wurde es beim Abschied von Wolfgang Knorr, der nach 33 Jahren die Pfarrheim-Bühne verlässt. Mit seiner legendären Nummer „Die Marktfraa“, die den Menschen sprichwörtlich auf den Mund schaut, verabschiedete er sich noch einmal so, wie ihn das Publikum liebt: pointiert, nahbar und zeitlos. „Im Wald da steht ein Rettich – Fertich“ so war 33 Jahre lang sein Abschluss bei seiner jeweiligen Bütt und so beendete er auch dieses mal seinen Vortrag.

Mit dem Gardetanz der Blauen Garde ging es weiter, die wieder einen ausgefeilten Tanz zeigten. Trainiert werden die 15 Mädels von Julia Holder, Karolina Schweigert und Anna Thiele.

Politisch-satirisch wurde es im Sketch „Late Night Talk“ mit Barbara Schöneberger gekonnt dargestellt von Tobias Itzbicki und Markus Söder trinkfest von Hannah Thoma kopiert, der unter anderem als Gegenkandidat von Bürgermeister Alexander Kahn auftrat.

Weiter ging es mit dem Juniorenschautanz „Drachen“, trainiert von Paulina Herrmann und Marina Schmitt. Toller Tanz, schöne Kostüme und viel Beifall mit Zugabe. In der Bütt überzeugten Emilie Dehn und Charlotte Kurz als freche Vorstadtgören mit Geschichten über Familie und Vater. Die beiden bestanden ihre Premiere hervorragend und man darf sich auch bei diesen beiden Nachwuchsbüttenrednerinnen zukünftig freuen, die einfach frei von der Leber weg ihr Zwiegespräch führten.

Zum Abschluss der 1. Halbzeit ging es über in das Jugendfinale mit allen jugendlichen Akteuren.
Schlag auf Schlag ging es nach der Pause weiter. Mit ihrem Schautanz „Wünsch Dir was – sei wer du willst“ begeisterte das Kracketanzgrüpple mit viel Akrobatik, flotten Tanz und vielen bunten Kostümen für Stimmung.

Der Dorfbüttel Michael Kiesel hielt der Gemeinde den Spiegel vor. Zwischen all dem schwang auch Ernst mit, der Wunsch nach Frieden in der Welt, der Erhalt des Wandbildes in der Grundschule und die Frage nach der Zukunft der Kirche Mariä Geburt. Klar wurde aber auch: Echte Alternativen gehören zur Wahl – sie sind notwendig und keinesfalls radikal.

Der Sketch „Mädelsabend“ mit Viola Villa, Joel Kurz, Michaela Becker und Ute Dehn, brachte viele Lacher ein. Ein Höhepunkt war erneut der Auftritt von Pfarrer i. R. Matthias Lotz, der als Bauchredner mit seinem „Krack“ jedes Jahr aufs Neue für Lachsalven sorgt. Endlich wieder ein Tanzmariechen bei der Gilde, freuten sich viele Gäste, als Julika Müler auf die Bühne kam und einen tollen Einstand hatte mit viel Beifall belohnt. Trainerinnen sind Verena Endres und Maja Melzer.

Mit seiner Bütt „Und ewig lockt das Weib“ war James Schmid wieder mal als Büttenredner auf der Bühne. Als „letzter Pfarhofsänger“ machte Markus Münch Werbung für die Gruppe, die in dieser Session Programm und Personalprobleme hatten. Auch das Männerballett begeisterte das Publikum wieder und kamen um eine Zugabe nicht rum Spontan kamen die Lästerschwestern Sabine Münch und Meli Rülicke auf die Bühne. Eigentlich hatten sie ja angeblich keine Bütt, aber weil sie im Programm stehen sind sie halt doch auf die Bühne und brachten das Publikum zum lachen. Mit dem „Gute Laune Lied“ brachten sie nochmals so richtig Stimmung in den Saal.

Mit einem exzellenten Schautanz der Ü 15 Schautanzgruppe unter dem Motto „Alle an die Hand – Wunderland“ trainiert von Isabel Wilhelm und Anna Thiele, ging es über in`s große Finale
Dass die FGH auch in diesem Jahr ausschließlich auf eigene Kräfte setzte, zahlte sich aus: Alle Auftritte kamen aus den eigenen Reihen – authentisch, kreativ und mit viel Herzblut. Das ist einfach die Stärke der FGH Helau Krakau und das Publikum dankt es mit viel Applaus und vier ausverkauften Sitzungen.

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Text: Wolfgang Knorr
Bilder: Matthias Ernst + Wolfgang Knorr

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