Große Anerkennung für närrisches Engagement

Ein Abend voller Wertschätzung, Humor und herzlicher Verbundenheit: So präsentierte sich der Ehrungsabend der Faschingsgilde „Helau Krakau“ im Pfarrsaal von Mariä Geburt, dem seit Jahrzehnten liebevoll genannten „Wohnzimmer der Gilde“. Die erste Vorsitzende Melanie Rülicke und der erste Sitzungspräsident sowie Dorfbüttel Michael Kiesel begrüßten die zahlreich erschienene närrische Gästeschar. Mit dabei waren sowohl das frisch inthronisierte Prinzenpaar Andreas I. und Susanne I., als auch ihre Vorgänger Claudius I. und Franziska I., die entspannt und gut gelaunt dem närrischen Abend beiwohnten.

Vor Beginn der Ehrungen stärkte man sich am reichhaltigen Buffet, das von Werner Lawrenz und seinem Gasthaus Lamm liebevoll vorbereitet worden war. Dass die Gilde aktuell über 360 Mitglieder zählt, zeigte sich eindrucksvoll an den voll besetzten Tischen und der spürbaren Gemeinschaft: Hier ist Fasching nicht nur eine Jahreszeit, sondern ein Lebensgefühl.

In diesem Jahr standen die Ehrungen im besonderen Zeichen des 50-jährigen Vereinsjubiläums. Traditionell wurden die Treueauszeichnungen in Elfer-Schritten vorgenommen. Besonders feierlich wurde es, als Elfriede Riederer für sagenhafte 50 Jahre treue Mitgliedschaft mit der Ehrennadel in Gold mit Kranz geehrt wurde. Sie nahm die Auszeichnung aus den Händen von Julia Holder, Melanie Rülicke und Michael Kiesel entgegen – begleitet von langanhaltendem Applaus.

Die Ehrungen des Fastnachtverbandes Franken übernahm Beiratsmitglied Manfred Schmitt aus Waldbüttelbrunn. Zunächst standen die Jugendauszeichnungen für Anne Guckenberger und Julika Müller im Mittelpunkt – junge Engagierte, die mit Energie und Kreativität zum Gelingen der Kampagne beitragen.

Verleihung des „Till von Franken“ in Silber ging an Sabine Münch

Darauf folgten die Verbandsorden des FVF für Lena Becker, Svenja Bretz, Natascha Gottselig, Dominik Münch und Viola Villapaz – alles Gesichter, die man beim Training, beim Schminken, im Deko-Raum oder im Hintergrund des Sitzungssaals trifft. Für langjährige und besonders intensive Arbeit im Verein erhielten Melanie Lach und Isabel Wilhelm die FVF-Ehrennadel in Silber, während Werner Lawrenz, der nicht nur kocht, sondern ein echter Motor der Faschingsarbeit ist, die FVF-Ehrennadel in Gold erhielt. Der FVF-Verdienstorden ging an Verena Endres, die seit Jahren mit beständigem Einsatz mittendrin statt nur dabei ist.

Ein besonders emotionaler Moment des Abends war die Verleihung des „Till von Franken“ in Silber, der höchsten Auszeichnung des Fastnachtverbandes Franken, an Sabine Münch. „Danke euch allen. Ich mache das mit ganz viel Herzblut“, sagte sie.

Dann wurde es stiller, feierlicher – und für manche überraschend: Michael Kiesel selbst wurde ausgezeichnet. Der Bund Deutscher Karnevalisten verlieh ihm den Verdienstorden in Silber, als Anerkennung für sein jahrzehntelanges Engagement in verschiedensten Funktionen des Höchberger Faschings. Kiesel, sonst für Schalk und pointierte Ansagen bekannt, wurde ernst und widmete die Auszeichnung „allen im Verein, die sich für die Jugend stark machen, denn ohne Nachwuchs hat kein Verein Zukunft.“

Überreicht wurden alle Ehrungen von Wolfgang Knorr, Ehrungsbeauftragter des Vereins, der diesen besonderen Teil des Abends begleitete. Der Abend endete, wie er begonnen hatte: mit Herzlichkeit, mit Verbundenheit – und mit einem dreifach kräftigen „Helau Krakau!“. In Höchberg lebt die Fastnacht, und sie wird getragen von Menschen, die sie lieben.

Bericht: Mainpost

https://www.mainpost.de/wuerzburg/landkreiswuerzburg/faschingsgilde-helau-krakau-ehrt-mitglieder-beim-ehrungsabend-in-hoechberg-112440095

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